Reisefieber: Zwei Wochen Musicaldreh in Kroatien

Wir, die zwölf Mädchen aus der Musicalgruppe, freuten uns schon sehr auf die Fahrt nach Kroatien. Zwar wussten wir noch nicht genau was auf uns zukommt, aber weil die coolsten Lehrer dabei waren, wussten wir von Anfang an, dass es nur Spaß machen konnte. Abgesprochene Klamotten mussten in den Koffer und der Rest war nicht schwer: Badesachen, Sonnenbrille, coole Klamotten und Schminke waren wichtig, um die Tage in Kroatien voll zu genießen.

Am Münchner Hauptbahnhof angekommen, gab es noch ein riesen emotionales Verabschieden, schließlich waren zwei Wochen getrennt von den Eltern, Geschwistern und Freunden keine kurze Zeit. Der Zug hatte ein wenig Verspätung, aber das war nicht schlimm. Wir hatten alle ein bisschen Angst vor 16 Stunden Zugfahrt, alleine wenn ich schon daran denke, wie sehr mich die 15 Minuten zur Schule schon aufregten…Naja, da mussten wir wohl alle durch.

Am Anfang war es noch ganz lustig. Ich denke keiner hatte die lange Reise so eingeschätzt. Wir lachten, redeten über viele Dinge, sangen Lieder und unterhielten Frau Sägebarth und Herrn Simbeck. Nach guten 3 Stunden bekamen Lydia, Celine und ich Hunger. Gottseidank gab es einen Wagon, in dem es Essen gab! Wir nahmen alle drei ein bisschen Geld aus unserem Geldbeutel und redeten wie lecker jetzt ein Schweinebraten oder ein Schnitzel wäre. Auf dem Weg dorthin, sahen wir dann aber auf einmal wie sich der Essenswagon vom Zug trennte. Da standen wir, ohne Schnitzel, ohne Schweinebraten. Aber wir lachten, setzten uns wieder hin und aßen weiter unsere Chips.

In Zagreb mussten wir in den Liegezug wechseln. Langsam wurde ich müde und ich denke alle anderen auch. Wir freuten uns auf das Schlafen. Leider nicht lange. Wir schauten in das Abteil und bekamen schon Angst. Es war eng, dunkel und sehr sauber sah es auch nicht aus. Wir schleppten unsere Koffer rein. Die Luft war stickig und die Betten ca. halb so groß wie ich. Es konnte kaum jemand richtig schlafen, aber wir mussten die Nacht irgendwie überstehen. Es war ein unruhiger und kurzer Schlaf. Als wir am nächsten Tag aufwachten und aus dem Zug stiegen, warteten Herr Schröder und Herr Hülser schon auf uns. Wir fuhren ca. noch eine halbe Stunde von Split.

Angekommen in der Pension waren die Matratzen schon vorbereitet und wir tranken erstmal einen Kaffee. Danach schmissen wir uns alle ins Bett und waren fertig. Wir planten wie wir das mit dem Drehen machen würden und merkten, dass es ziemlich anstrengend werden würde, doch genauso wussten wir, dass wir eine Menge Spaß haben und alle sich ein bisschen besser kennenlernen würden.

Die Drehtage waren anstrengend. Es war sehr heiß und wir trugen unsere schwarzen Ninjakostüme. Doch wir mussten durch, wir wussten alle, dass es sich lohnen würde, wenn wir fertig sind und alle sagen könnten – wir haben was geschafft!

Jeden Tag aßen wir zur Mittagspause Sandwiches mit Salami oder Schinken. Irgendwann wurde es eigentlich zu viel, aber ich muss sagen – mittlerweile vermisse ich sie sogar! Das Essen insgesamt war auch nicht schlecht und die Besitzer der Pension waren auch sehr nett zu uns allen. Ganz oben war eine große Terasse. Wir saßen oft dort oben und redeten über alles und es hat echt Spaß gemacht. Klar gab es auch mal Zickenkrieg, aber anders haben wir es glaub ich nicht erwartet, wenn man sich zwei Wochen Tag und Nacht sieht.

Unser Zimmer sah aus wie ein typisches Mädchenzimmer. Vielleicht nicht wirklich wie eines indem 12 Mädchen wohtnen, eher eines indem 50 hausten – doch es war zu überleben. Wie schon erwähnt gab es Zickenkrieg, aber mehr Probleme machten uns die Mücken. Jede Nacht schlief ich mit Kopfhörern ein, damit ich sie nicht hören musste wie sie mir langsam das Blut aussaugten. Die Dreharbeiten waren nicht nur anstrengend und lustig, sondern auch nicht sturzfrei. Ich bin sowieso sehr tollpatschig. Trotzdem freu ich mich meine und die lustigen Stürze der anderen Mädchen auf Video zu sehen.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Zeit, trotzdem freuten wir uns alle auf die Familie und Freunde und die Rückfahrt war auch gar nicht mehr so schlimm.

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Die MOB-Filmcrew

Chrissi Ntetsikas

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