Anti-Cybermobbing-Workshop: Die 6. Klassen bilden sich fort

Dass ihr viel Zeit am Handy, Computer und Tablet verbringt, wisst ihr ja selbst. Und dass wir ab und zu gerne streiten, ist auch nichts Neues 😉 Ihr kennt ja auch Mobbing, aber wusstet ihr, dass es auch Mobbing übers Internet gibt? Ohne zu wissen, dass wir das manchmal machen, beleidigen wir nämlich andere übers Internet (auch wenn wir es nicht immer so ernst meinen). So etwas heißt dann in extremen Fällen Cyber-Mobbing.

Also sind alle sechsten Klassen mit Frau Sägebarth ins Cafe Netzwerk gegangen, um sich zum Thema Cybermobbing fortzubilden. Wir sind von der Schule aus durch den Hauptbahnhof hindurch gegangen und waren in ca. 15 Minuten im Café Netzwerk. Dort sind wir ca. fünf Stunden geblieben, die wie im Flug vergangen sind.

Über das haben wir gesprochen:

Der Herr Said Köse leitet das Ganze und hatte uns alles über Cyber-Mobbing erklärt. Wir haben am Anfang einen Film angeschaut, bei dem ein Junge gemobbt wurde. Danach haben wir darüber geredet und uns überlegt, wie so etwas passieren kann.

Es gibt 4 Personen die beim Cyber-Mobbing eine Rolle spielen:

  • Täter: er fängt mit dem Mobbing an
  • Mitläufer: macht mit, weil er z.B. mit dem Täter befreundet ist
  • Zuschauer: sieht alles, greift aber nicht ein
  • Opfer: ist das Mobbing Opfer

Wir durften danach Bilder malen und mussten dazu schreiben, was die einzelnen Personen gedacht oder gefühlt haben oder aus welchem Grund sie etwas gemacht haben.

Wir haben herausgefunden, dass ein Grund für Cybermobbing Neid oder Eifersucht sein kann. Aber es kann auch sein, dass es dem Täter einfach nur Spaß macht jemanden zu ärgern. Oft waren Täter früher selbst einmal Mobbing-Opfer.

Bei den Mitläufern haben wir uns überlegt, warum sie mitmachen und hinter dem Täter stehen, wenn er andere mobbt. Gründe könnten sein: sie sind mit dem Täter befreundet, er mag das Opfer auch nicht, er will sich cool fühlen oder hat Angst selbst gemobbt zu werden.

Der Zuschauer beobachtet das Ganze. Wir haben uns überlegt, warum er nicht eingreift: Angst selbst gemobbt zu werden, könnte eine Rolle spielen. Genauso könnte sein, dass er gleichgültig ist oder sich schuldig fühlt und deshalb nicht eingreift.

Das Opfer hat es wirklich am schwersten von allen. Denn oft ist es so, dass es eigentlich gar nichts dafür kann und ohne Grund gemobbt wird bzw. einfach nur weil es ANDERS ist. Aber jeder Mensch ist anders: sei es vom Aussehen oder Charakter her. Und das ist auch gut so, sonst wäre die Welt sehr langweilig. Das Opfer fühlt sich verletzt, traurig und ausgeschlossen, weiß im schlimmsten Fall nichts mehr mit der Welt anzufangen (ihr habt bestimmt schon von Selbstmordfällen nach Mobbing gehört).

Das hat alles viel Spaß gemacht. Wir haben sehr viel erfahren und wurden über vieles aufgeklärt. Auch haben wir über eigene Erfahrungen offen gesprochen. Wir wissen jetzt, wie wichtig es ist mit jemanden zu sprechen, wenn wir gemobbt werden. Es ist wichtig, sich jemandem anzuvertrauen (z.B. Freunden, Eltern, Vertrauenslehrern etc.). Wenn man keinen Ausweg mehr sieht, ist Selbstmord oder anderes auf keinen Fall eine Lösung. Nur weil ein paar Leute gegen dich sind und dich fertig machen wollen, heißt das noch lange nicht, dass die ganze Welt gegen dich ist. Es gibt immer Leute, die auf deiner Seite sind  – sprich mit ihnen!

Janina

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