Kurzgeschichte: Bis nächsten Sommer dann!

An einem wundervollen blauen Meer

laufen du und ich entlang,

laufen viele Stunden rum,

du versuchst mich einzufang‘,

doch das nimmt uns niemand krumm.


Langsam beginnt es zu dunkeln,

legen uns in den kalten Sand,

sieht man schon die Sterne funkeln,

aus dem Nichts kommt eine Wolkenwand.


Regen prasselt auf uns ein,

wir laufen durchnässt die Küste hinauf.

„Lass uns schnell ins Haus hinein.“

Das kleine Häuschen dort liegt in unserem Lauf.


Das Haus, es ist leer und verlassen,

trotzdem fühlen wir uns geborgen.

Ohne uns gegenseitig hängen zu lassen –

hoffentlich schaffen wir es bis zum Morgen.


Für eine Nacht wird es reichen,

legen uns nun zu Ruh‘.

Die Zeit – sie wird verstreichen,

machen uns‘re Äuglein zu.


Ein Seufzen – erst leis‘ dann laut,

holt uns zurück in die Wirklichkeit,

leicht fröstelnd – eine Gänsehaut.

Man hört es kilometerweit.


Ein Stöhnen, ein Heulen,

ein Flüstern, ein Jaulen –

sind es die Eulen,

die nachts um sich maulen?


Doch es ist nur der Wind,

der uns nachts holen will.

Fort geht er langsam – holt sich ein anderes Kind.

Und so wird es still.


Wir freuen uns sehr,

ein frohes Erwachen,

denn die Nacht war schwer,

bringt uns zum Lachen.


So verging Tag als Nacht,

so schnell die Zeit verrann.

Die Bäume verloren ihre Farbenpracht –

bis zum nächsten Sommer dann!

Florian Troll, 8b

Veröffentlicht beim Literaturwettberwerb KWA

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