Abschlussfahrt der 10a nach Wien

Allgemeine Geschichte von Wien und Österreich

Die Adelsfamilie Habsburger regierte etwa 650 Jahre lang in Österreich, wobei der letzte Regierende nicht abdankte, sondern in die Verbannung geschickt wurde. Die 1. Republik Österreich wurde am 11. November 1918 nach dem (für Österreich) verlorenen Weltkrieg ausgerufen. Zuvor war das Land etwa 670.000 Quadratkilometer groß. Durch den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich vor dem zweiten Weltkrieg zerfiel die 1. Republik. Nach dem Krieg wurde Österreich wie Deutschland in vier Besatzungszonen unterteilt. Um von einer dieser Zonen in eine andere zu kommen, brauchte man eine Art Reisepass, da man ja quasi in ein anderes Land reiste. Da auch Wien in vier Zonen unterteilt war, saßen in jedem Militärfahrzeug, welches die Kontrollrundfahrt durch Wien machte, ein amerikanischer, ein russischer, ein englischer und ein französischer Soldat. Genau zehn Jahre nach dem zweiten Weltkrieg wurde durch einen Staatsvertrag die 2. Republik Österreich ausgerufen, welche bis heute besteht. An diesem Tag verkündete der damalige Außenminister Leopold Figl der Bevölkerung die Unabhängigkeit Österreichs mit den Worten: „Österreich ist frei!“. Der originale Staatsvertrag ist in Moskau, doch man kann eine Replik im Museum „Time Travel“ bewundern. Viele öffentliche Einrichtungen Wiens sind im Jugendstil errichtet worden, wie zum Beispiel die Eingänge zu vielen U-Bahn Stationen. Diese sehen, anders als in München, wie kleine kunstvoll gearbeitete Häuschen aus. Das hat uns sehr beeindruckt.

Wien

Wien ist in mehrere Bezirke aufgeteilt, wobei der 1. Bezirk die Altstadt ist und früher als Festung diente. Inzwischen ist dieser Teil der Stadt zum Weltkulturerbe erklärt worden. Um den 1. Bezirk verläuft die Ringstraße. In diesem Gebiet liegen fast alle Sehenswürdigkeiten Wiens, wie zum Bespiel die Staatsoper oder der Stephansdom.

Die Staatsoper ist das erste Gebäude, welches an der Ringstraße gebaut wurde. Das nach dem Weltkrieg zerstörte Gebäude wurde 1955 wiedereröffnet. Jeden Tag wird in dem Gebäude eine andere Aufführung gezeigt. Um sich eine Loge für ein Stück zu sichern, muss man 19.000 Euro bezahlen. Jedes Jahr werden von dem Opernverband ca. 400 Bälle veranstaltet, die in verschiedenen Konzerthäusern stattfinden.

Die Kaffeehauskultur begann im 17. Jahrhundert, als man nach der Belagerung der Türken in deren Lagern Fässer mit dunkelbraunen Bohnen fand, die sich als Kaffeebohnen herausstellten. Seitdem gibt es etliche sogenannte Schannigärten in Wien. Das Wort „Schanni“ ist eine Kurzform für den italienischen Name Giovanni, da zu dieser Zeit viele italienische Kellner diesen Namen hatten und von ihrem Chef nur mit der Kurzform angeredet wurden. Das bedeutendste Café, das sich bis heute gehalten hat, ist das Café „Central“, welches die einzige originale Sachertorte verkaufen darf. Wenn man in diesem Café einen Platz bekommen will, sollte man an den Werktagen am Vormittag kommen, da man sonst warten muss. Zur Kaffeehauskultur gehört, dass man ungestört Zeitung lesen oder Schach spielen kann, da man nicht wie in einem Restaurant von der Bedienung aufgefordert wird seinen Platz zu räumen, wenn man gegessen hat. Daher dauert die Wartezeit vor der Tür des Cafés auch so lange. Am Café Mozart konnte man noch vor dem Weltkrieg den Blick auf das Mozartdenkmal genießen. Doch nach Zerstörung des Denkmals durch Fliegerangriffe musste dieses restauriert werden und zog um. Während unseres Besuches versuchten wir mehrere Male ins Café „Central“ zu kommen, aber leider war jedes Mal eine lange Schlange davor. Stattdessen sind meine Freunde und ich, in Begleitung der Lehrer, in das ebenfalls schöne Café Mozart gegangen.

In der Schweizer Burg befindet sich die Schatzkammer, welche die Krone der Habsburger und das Goldene Vlies befindet. An dem Hof wo die Schweizer Burg angrenzt, befindet sich auch das Schweizer Tor. Eine andere Burg, die Hofburg, welche im gotischen Stil errichtet wurde, hat in ihrem Innern etwa 2600 Räume. Dann gibt es noch das Schloss Belvedere, wo Leopold Figl die Unabhängigkeit an das österreichische Volk verkündete. Nicht zu vergessen ist das Schloss Schönbrunn, welches die Sommerresidenz der Habsburger war. Unserer Klasse gefiel besonders der große Garten mit den schönen Springbrunnen.

Der Stephansdom ist das bekannteste Gotteshaus in Wien. Das Gebäude, welches sich am Stephansplatz befindet, ist das Zentrum der Stadt. Aufgrund dieser Tatsache diente der Stephansplatz auf unserer Reise als Treffpunkt nach Stadtrundgängen. Einmal waren wir in dem Dom. Innen sieht dieses Gotteshaus spektakulär aus. In der eher kleineren Augustinerkirche heirateten, über die Jahre hinweg, fast alle Habsburger. Meiner Meinung nach hat diese Kirche etwas Besonders an sich. Vielleicht liegt das an den hohen Fenstern und dem hellen Stein, die diesen Ort heller gestalten. In diesem Gotteshaus gibt es auch, aufgrund der guten Akustik, jeden Sonntag ein Orchester. Des Weiteren steht in der Augustinerkirche auch das Denkmal der Maria Therese. Wenn einer der Habsburger starb, wurde sein Herz in dieser Kirche beerdigt. Die Organe kamen in den Stephansdom und der Körper an sich wurde in der Kapuzinerkirche am Neuen Markt beigesetzt. In Wien gibt es fast in allen Sprachen Gottesdienste. In der Minoriten Kirche zum Beispiel, ist der Gottesdienst auf Italienisch.

Wer etwas über die Geschichte Wiens erfahren will und keine Lust auf „normale“ Museen hat, dem empfehle ich, dass er in das 5D-Museum „Timetravel“ geht. Dort erzählen die Wachsfiguren, die Geschichte der Berühmtheiten, die sie darstellen. Außerdem gibt es ein 5D-Kino und einen nachgebildeten Luftschutzbunker, wo man einen nachgestellten Fliegerangriff im 2. Weltkrieg erleben kann. Von unserer Klasse kamen auf jeden Fall positive Reaktionen.

Bericht: Sven, 10a

Bilder: David, 10a

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