Schulstoff

Pro und Contra zu einheitlichen Dresscodes an deutschen Schulen.

In Ländern wie England oder den USA hat Schulkleidung eine lange Tradition. Anders in Deutschland, wo die einheitliche Kluft noch immer eine Ausnahme ist. Warum ist das so? Wie stehen die Sabelschüler zu ihrer Kleidung? Wir haben uns auf die Suche nach Antworten begeben.

In zahlreichen Ländern rund um den Globus gehört einheitliche Kleidung an den Schulen zum normalen Alltag der Schüler. In Deutschland war sie viele Jahre immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Grund: Vor allem in den 1950er-Jahren sollte eine Uniformierung an Schulen vermeiden werden, um Assoziationen zum Militär und politischen Systemen zu vermeiden. Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich die Diskussionen darüber jedoch gelegt. Mittlerweile gehört ein schuleigener Dresscode an zahlreichen deutschen Privatschulen zur Tagesordnung, der viele Vorteile bietet:

• Ein einheitliches Logo auf der Kleidung schafft gemeinsame Identität
• Soziale Gefälle sind nicht sofort sichtbar
• Markdendenken und Konkurrenzverhalten wird minimiert
• Schulfremde Personen können schneller ausgemacht werden
• Schulkleidung ist in der Lage wichtige Schulwerte zu vermitteln

Bei der Befragung unserer Schüler fanden wir heraus, dass die Mehrheit die Vorteile nachvollziehen kann und die Schulkleidung deshalb auch trägt. Vorbehalte sind in der Regel „modischer Natur“. Die häufigsten Kritikpunkte der Sabelschüler, gegenüber ihrer Kleidung:

• Zu unmodern
• Zu eintönig
• Eigene Kleidung ist schöner

Schulkleidung wird in Deutschland sicher nie den Stellenwert erhalten, den sie in vielen andren Ländern hat. Unsere Umfrage an der Sabelschule zeigt jedoch, dass die Schüler sich der sozialen Vorteile durchaus bewusst sind und begrüßen ihren Sinn und Zweck.